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Immer mehr Bedeutung bekommt die Osteopathie in der Kinderheilkunde.
Sogar bei einer völlig normalen Geburt wirken große Kräfte auf den Körper des Kindes ein. Bei jeder Wehe drückt die Gebärmutter den Schädel weiter in den Geburtskanal hinein; da die einzelnen Schädelknochen noch nicht fest miteinander verbunden sind, kann es zu Verschiebungen einzelner Schädelknochen und evtl. auch zu Blockaden im Bereich der oberen Halswirbelsäule, der gesamten Wirbelsäule, bis hin zum Becken kommen. Dadurch entstehen Verstauchungen, Gewebeverletzungen, und auch Schädigungen an den empfindlichen Nervenstrukturen und der Blutversorgung des Gehirns. Wenn diese Fehlstellung der Schädelknochen sich nicht selber zurückbildet, bleibt eine große Gewebespannung im Bereich der Hirnnerven und des Zentralnervensystems, so dass die Entwicklung des Kindes empfindlich gestört ist. Besonders häufig ist eine Irritation des Nervus Vagus (10. Hirnnerv) an seiner Austrittstelle, der Schädelbasis. Da dieser Nerv für die gesamten inneren Organe zuständig ist, kann es zu Verdauungsproblemen und schmerzhaften Koliken führen.
Die osteopathische Diagnose stützt sich auf eine ausführliche Anamnese durch Befragung der Eltern und eine genaue medizinische Untersuchung des Kindes. Die Behandlung besteht aus sanften Griffen, die Störungen und Blockierungen auffinden und lösen. Die Harmonie des Körpers wird unterstützt.
Wann kommt die Kinderosteopathie in Frage?
- Schädelasymmetrien
- Blockade der Kopfgelenke
- Schlafstörungen, starke Unruhe (Schreibaby)
- Spuckkinder
- Schluckprobleme
- Blähungen, Verstopfungen
- Lernschwierigkeiten und Konzentrationsschwäche im Schulalter
- Hyperaktivität
- Beckenschiefstand und Skoliose bei älteren Kindern
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